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Motorbootprüfung ablegen

Die militärische Motorbootprüfung wird unterteilt in zwei Prüfungen Kurs 4 und Kurs 5. Diese beiden Kurse können entweder im Wasserfahrer Jugendlager (als militärische Vorbildung) abgelegt werden oder während der RS in der Funktion als "Pontonier".

Der Wasserfahrverein Rupperswil empfiehlt seinen Mitgliedern diese Prüfung abzulegen. Der Verein ist insbesondere bei Talfahrten, an Arbeitstagen und an grösseren Wettfahren in Rupperswil darauf angewiesen gut ausgebildete Mitglieder zu haben. Zudem kann nirgends in der Schweiz die Prüfung kostengünstiger abgelegt werden. Wichtig zu bemerken ist zudem, dass Männer und Frauen zugelassen werden auch wenn diese nicht ins Militär gehen oder an der Aushebung bereits einer anderen Funktion zugeteilt wurden. Das heisst die Prüfung verpflichtet nicht im Militär Pontonier zu werden.

Kurs 4

Die Voraussetzung dafür ist ein bestandener Kurs 3. Die Prüfung kann ab dem 16. Geburtstag abgelegt werden und berechtigt den Fahrer / die Fahrerin zum Fahren eines militärischen Motorboot zusammen mit jemandem, welcher Kurs 5 bestanden hat.

Kurs 5

Um für den Kurs zugelassen zu werden, ist das Bestehen des Kurs 4 die Voraussetzung. Die Prüfung kann ab dem 18. Lebensjahr abgelegt werden und kann nebst der militärischen Schiffsfahrt auch auf die zivile Schifffahrt umgeschrieben werden.

Motorbootfahren

Bevor man den Motor anlassen darf beim Motorbootfahren ist ein korrektes Ausrüsten des Motorboots notwendig. (siehe Bild) Falls das Motorboot als Rettungsboot ausgerüstet werden sollte, gelten verschärfte Richtlinien, welche in diesem Post nicht behandelt werden.

Ausrüstung

So sollte ein miliärisches Motorboot ausgerüstet sein.

Sobald des Motorboot korrekt ausgerüstet ist, tritt folgender Ablauf ein, bevor man mit dem Motorboot ablegt:

Erstellen der Fahrbereitschaft

  1. Organisation an Bord Vor dem Betreten des Schiffes, teilt der Schiffsführer die Mannschaft ein. Die eingeteilten Mannschaftsmitglieder quittieren entsprechend.
  2. Kontrolle der Schiffsausrüstung
  3. Treibstoffkontrolle
  4. Wassertiefe kontrollieren
  5. Motor abkippen
  6. Kontrolle an den Klemm- und Sicherheitsschrauben
  7. Treibstoff pumpen
  8. Schalthebel in Stellung ‚Neutral‘
  9. Reissleine am Notstoppschalter einhängen, auf ‚RUN‘ stellen
  10. Gasgriff auf Stellung ‚Start‘
  11. Den Zündschlüssel auf Position ‚ON‘ stellen.
  12. Es ertönt der Kontrollton.
  13. Den Zündschlüssel auf ‚Start‘ drehen.
  14. Kühlwasser kontrollieren
  15. Reissleine am Handgelenk festmachen.

Während der Fahrt sind periodisch zu kontrollieren:

  • Kühlwasseraustritt
  • Klemm-, und Sicherheitsschrauben

Des weiteren ist zu beachten, dass der Fahrer /die Fahrerin folgende Fähigkeiten vorweisen muss:

fahrerisches Können

  • Knoten (Schertau, Ankertau, Weber und Mastwurf)
  • Landung Steuerbord vorwärts
  • Landung Steuerbord rückwärts
  • Landung Backbord vorwärts
  • Landung Backbord rückwärts
  • Ablegemanöver
  • Herantasten an ein Hindernis
  • Buglandung
  • Boxenfahren vorwärts
  • Boxenfahren rückwärts
  • Landen zwischen zwei anderen Schiffen
  • Wenden auf engstem Raum
  • Rettungsmanöver
  • Verhalten bei Motorenausfall
  • Das Schiff fehlerfrei belegen
  • Kursbestimmung und - berechnung
  • über Uferzone und die Warnanlagen des betreffenden

Gewässer Auskunft geben

  • Verhalten bei Sturmwarnung / Vorsichtsmeldung
  • Bedienung von Schalter und Ruder
  • Einhalten der Verkehrsregeln
  • Fahrwasser selbstständig beurteilen, Schiffssicherheit

Kenntnisse besitzen

  • Abschleppen
  • Ankern
  • Fahren nach Kompass
  • Kartenlehre

Wasserfahrverein Rupperswil